Pressestatement der FU Hagen anlässlich des inernationalen Frauentages

Pressestatement der FU Hagen anlässlich des inernationalen Frauentages
09.03.2021
Pressemitteilung

Gerade die Pandemie hat viele Frauen wieder in Rollenmuster zurückgeworfen, die wir glaubten längst überwunden zu haben. Letztlich sind es wieder sie, die die Hauptlast der Kinderbetreuung und des Haushalts leisten und das meist neben einem Beruf. Sie gehören auch finanziell zu den Verlierern dieser Pandemiesituation. 

Bundesweit sind im vergangenen Jahr mehr als 900.000 Minijobs im Gastronomie und Handel weggefallen. Zu zwei Dritteln waren Frauen betroffen. Denn Sie sind weiterhin diejenigen, die wesentlich mehr auf 450 Euro Basis oder in Teilzeit arbeiten. Wenn wir heute also über mehr Frauen in Führungspositionen sprechen, dürfen wir die Frauen nicht vergessen, die nie die Chance haben werden je eine Führungsposition zu erreichen.

Insgesamt kritisieren wir das Verhalten der Verantwortlichen in der Wirtschaft und der Politik. Während die Frauen den Erhalt unserer Gesellschaft sichern, sind sie gerade in den Führungsetagen der Wirtschaft und Politik weiterhin unterdurchschnittlich beteiligt.

Je wichtiger die Position in einem Unternehmen ist, desto weniger Frauen sind vertreten. Nach einer Untersuchung der Allbright-Stiftung aus dem Herbst 2019 gab es in 103 von 160 börsennotierten Unternehmen KEINE einzige Frau im Vorstand. Lediglich in den Aufsichtsräten gibt es eine Verbesserung.

Aber auch innerhalb unserer eigenen Partei gibt es weiterhin viel zu tun. Ein Blick auf die Anzahl der Frauen im Parlament reicht, um die Verantwortung für die anstehende Bundestagwahl zu erkennen. Auch wenn Deutschland schon in vielen Bereichen durch Unterstützungssleistungen Frauen und Familien stärkt, bei der Gleichstellung gibt es noch viel zu tun!