Aktiv leben und wohnen in Hagen ab 60
„Alter ist irrelevant, es sei denn du bist eine Flasche Wein.“ zitierte Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer in seinem Grußwort auf der EAK Veranstaltung die Schauspielerin Joan Collins. Die Menschen seien heute gesünder und aktiver denn je. Die Senioren wollen unsere Gesellschaft aktiv mit gestalten. Man muss ihnen nur die Möglichkeit dazu anbieten., so Dr. Fischer
Dem stimmte die EAK – Vorsitzende Angelika Stolze ausdrücklich zu. Das Potential unserer älteren Mitbürger ist ein Schatz, den es in den Kommunen zu heben gilt. Dafür muss, mahnte die EAK – Vorsitzende, aber die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Mit der Veranstaltung Aktiv leben und wohnen in Hagen ab 60 möchte der EAK dieses Thema verstärkt in das Bewusstsein der Kommunalpolitik stoßen.
Wolfgang Röspel, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion und Geschäftsführer der Caritas, trug an diesem Abend gleich zwei Hüte. Einmal den als Politiker und dann den als Vertreter eines der großen Wohlfahrtsverbände. In seinen Betrachtungen stellte er die Themen Wohnen und Pflege in den Vordergrund. Aus seiner Sicht sollte der Ausbau von besonderen Wohnformen, wie das Mehrgenerationenhaus, verstärkt in den Fokus der zukünftigen Betrachtungen stehen. Ziel muss es sein, Menschen so lange wie möglich, das Leben und Wohnen in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Hier gilt es innovative Ideen umzusetzen und das ehrenamtliche Engagement zu nutzen. Als Beispiel nannte er das Projekt Seniorenbegleiter. Hier besuchen ehrenamtlich Senioren andere Senioren, um der Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken.
Dr. Stephan Ramrath, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, sieht in der Teilhabe von Älteren am öffentlichen Leben eine besondere Herausforderung der Stadtplanung. Angesichts der Haushaltslage sind der Stadt aber die Hände gebunden. Eine gute Mischung von alt und jung in den Stadtteilen ist für Dr. Ramrath ein wichtiger Faktor für künftige Planungen. Rd. 1/3 der Haushalte zwischen 55 und 75 Jahren wären an einem Wohnungswechsel in kleineren Einheiten interessiert. Hier sieht er auch die Wohnungswirtschaft in der Pflicht, wenn diese künftige Leerstände bei sich vermeiden will. Die Forderung nach einem Mehrgenerationenkaufhaus wurde von den Teilnehmern der Veranstaltung ausdrücklich begrüßt. Hier sollte die Stadt durch Planungsrecht die Realisierung eines Mehrgenerationenkaufhauses auch zulassen, forderte die CDU Kreisvorsitzende Carmen Knollmann.
Der Abend war aber nicht nur als Diskussionsforum gedacht. Vielmehr stellten verschiedene Organisationen ihre Arbeit vor. So der Seniorenbeirat der Stadt Hagen, der VdK, der Stadtsportbund, das Netzwerk Demenz sowie die Johanniter Hausnotrufe. Wer wollte konnte sich anschließend noch über Hilfsmöglichkeiten bei der häuslichen Pflege durch das Sanitätshaus Riepe informieren lassen, oder einen kleinen Hörtest durch den Hörakustiker Faust bei sich durchführen lassen.

