"Bahnhof wird endlich wieder Schmuckstück"
Gerbersmann begrüßt Vorlage:
Über ICE-Anbindung des Ruhrgebietes noch nicht entschieden
Hagen - "Der Hagener Hauptbahnhof wird sich bis zum kommenden Jahr in ein Schmuckstück verwandeln", freut sich der CDU-Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Christoph Gerbersmann am Rande des Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag: "Nach der Sanierung werden wir nach knapp 60 Jahren endlich wieder auf eine Gewölbedecke im Empfangsgebäude sehen können, die dem Gebäude eine völlig neue Raumdimensionen und eine bessere Aufenthaltsqualität verleihen wird."
Auch äußerlich werden die Hagener ihren Bahnhof bald in neuem Glanz bewundern können. Wie der Vorlage 0113/2004 zu entnehmen ist, wird die gesamte Fassaden gereinigt und die vorhandene Turmbeleuchtung gegebenenfalls ergänzt. Um den Glanz länger frisch zu halten, werden auch Maßnahmen zur Taubenabwehr durchgeführt. "Es wird ein wichtiger Meilenstein sein, wenn wir am Donnerstag grünes Licht geben und die Vorlage im Rat verabschieden. Ich freue mich auf den neuen alten Bahnhof."
Gerbersmann hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder intensiv darum bemüht, die Sanierung des Bahnhofes voran zu treiben. Als "ausgesprochen positiv" begrüßt der OB-Kandidat, "dass die Stadt dabei nicht allzu tief in die Tasche greifen muss: "Die Stadt beteiligt sich mit knapp über 100.000 Euro an der 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung. Das ist ein angemessener Preis für die Instandsetzung einer wichtigen Visitenkarte unserer Stadt." Gleichzeitig bedankte sich Gerbersmann beim städtischen Denkmalamt für die umsichtige Bearbeitung und bei der Deutschen Bahn AG für die "zügige Bereitstellung der umfangreichen Investitionsmittel. Stadt und Bahn haben es durch ihr gemeinsames Handeln möglich gemacht, dass wir kurzfristig noch in den Genuss entsprechender Fördermittel kommen. Durch die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Bahn AG wird das Bahnhofsareal bereits im kommenden Jahr in völlig neuem Glanz erstrahlen."
Die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes hat in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 19 Millionen Euro gekostet. Über 14 Millionen Euro haben Bund und Land zur Umgestaltung beigesteuert, die Stadt selbst hat knapp fünf Millionen auf den Tisch gelegt.
Auf den alarmierenden Bericht der S-IHK, wonach sich die direkte ICE-Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin, drastisch verschlechtern würde, erklärte Gerbersmann, dass bei der Bahn AG noch keine Entscheidung sei. Mit Blick auf den bevorstehenden Fahrplanwechsel am 13. Juni werde aber mit jedem Tag unwahrscheinlicher, dass es zu einer nachteiligen Umstellung der Zugverbindungen in die Region kommen wird.
