CDU sieht Genossen im Abstiegskampf
Abwanderung war für die SPD nie Thema
Hagen - Als in der Sache „absurd und lächerlich“ stuft der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hagen, Oberbürgermeisterkandidat Christoph Gerbersmann, die Äußerungen des SPD OB-Kandidaten Peter Demnitz ein, die CDU trage die Verantwortung für den Einwohnerschwund Hagens und habe in den vergangenen Jahren keine eigenen Impulse gesetzt.
Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Ratsmitglied Peter Asbeck, erläutert, dass im Zentrum des Wahlkampfes 1999 und im Mittelpunkt der CDU-Fraktionsarbeit seit der letzten Kommunalwahl das Bemühen steht, die Stadt wieder attraktiver zu machen – für die Hagener ebenso wie für die Besucher und Einkäufer aus dem Umland. Ziel der Maßnahmen war es, weiteren Abwanderungen entgegen zu wirken. „Dabei haben wir mehr auf die Beine gestellt, als die SPD in den vergangenen 10 Jahren. Mit der Kampagne zur Stadtsauberkeit und der Innenstadterneuerung haben wir Hagen ein neues Flair und neue Anziehungskraft verliehen. Diese Arbeit wird in der Bevölkerung, wie Umfragen belegen, sehr positiv aufgenommen.Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Christoph Gerbersmann geht mit seiner Kritik noch weiter: „Mit einer SPD-Mehrheit hätte es die Volme-Galerie gar nicht gegeben. Kurz vor der Realisierung wollte Herr Thieser die Prioritäten zu Gunsten des Bettermann-Projektes verschieben. Damit wäre nach heutigem Kenntnisstand die Volme-Galerie gekippt.“ Richtig ist nach Darstellung des CDU-Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt, „dass wir diese Projekte mit Hochdruck und Erfolg abgearbeitet haben. Wer sich die Statistiken betrachtet, wird feststellen, dass wir die Abwanderungsbewegung in den vergangenen Jahren deutlich abbremsen konnten.“ Vergleichbares sucht Gerbersmann beim politischen Mitbewerber vergeblich: „Die SPD SPD hat es schon zwischen 1994 und 1999 und davor versäumt, wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Abwanderung zu ergreifen, wie sie die CDU bereits damals einforderte. Statt dessen gab es nur ein konzeptionsloses Durcheinander und immer neue Planungsänderungen statt der erforderlichen Umsetzung. Der damalige und heutige Fraktionsvorsitzende der SPD, Peter Demnitz, muss hier nach seiner Verantwortung fragen lassen.“
Peter Asbeck sieht in der jüngsten SPD-Wahlkampfattacke einen weiterer Schritt im Abstiegskampf der Genossen: „Die Sprache des SPD-Kandidaten gewährt uns einen traurigen Einblick in die Befindlichkeit der Sozialdemokraten. Statt sich mit konstruktiven Vorschlägen zu profilieren, versucht der langjährige Fraktionsvorsitzende das von der CDU Geleistete zu zerreden.“
Für Verwunderung sorgt die demnitzsche Negativwerbung gegen Hagen auch bei dem aus Heidelberg kommenden CDU-Fraktionsgeschäftsführer Alexander M. Böhm: „Mich überrascht, dass es in der Hagener einen OB-Kandidaten gibt, der zu Wahlkampfzwecken das Ansehen der eigenen Stadt ramponiert. In Heidelberg wäre er jetzt nur noch Zählkandidat. Ihm fehlt offensichtlich jede Begeisterung für die Stadt, die er ab September regieren will. „Herr Demnitz sollte diese trostlose Debatte sofort beenden.“ so die Hoffnung Gerbersmanns, „Unser Hagen braucht keine dumpfen Miesmacher-Parolen, sondern gute Köpfe und fleißige Hände, die intelligent und leidenschaftlich an der Zukunft der Stadt mitwirken. Die Berichterstattung über den bevorstehenden Landeskongress der Wirtschaftsjunioren war für mich ein Beispiel dafür, dass Hagens Zukunft gerade richtig beginnt.“
