Sachliche Kriterien statt Vergabe auf Zuruf
Hagen. Auf Unverständnis bei der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hagen stieß eine Stellungnahme des Hasper Bezirksvorstehers Jochen Weber (SPD) in der Westfälischen Rundschau zur PCB-Sanierung von Schulen und Sporthallen. Darin wirft Weber dem Vorsitzenden des Umweltausschusses, Heinz Breddermann (CDU), vor, die Reihenfolge der Sanierung PCB-belasteter Gebäude durch Kungelei entscheiden zu wollen.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Gerbersmann kritisierte die Aussagen des Bezirksvorstehers "in der Sache und im Ton als völlig unangemessen": "Wahrscheinlich hat Weber vergessen, dass es ein Antrag der CDU war, mit dem durch Mittelumschichtung noch in diesem Jahr die ersten Sanierungsmaßnahmen möglich gemacht werden. Entgangen ist ihm offensichtlich auch, dass der in enger Abstimmung mit dem Ausschussvorsitzenden Heinz Breddermann entstandene CDU-Antrag rein sachliche Kriterien für die Sanierungs-Reihenfolge festlegt, so dass jede Möglichkeit eventueller Kungeleien von vorne herein ausgeschlossen sind", wie Gerbersmann erläutert. Anlass für den CDU-Antrag waren unter anderem hektische Bemühungen des Hasper Bezirksvorstehers, Projekte im Bereich seiner Bezirksvertretung unabhängig von der Frage der objektiven Dringlichkeit zeitlich vorzuziehen.
Die Richtigkeit des CDU-Antrags belegen nach Aussagen des Fraktionsvorsitzenden und OB-Kandidaten auch die Ergebnisse aus den beratenden Ausschüssen: Der Antrag wurde im Schul- sowie im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig - also mit Zustimmung der SPD - verabschiedet. Daher wundert sich die CDU-Fraktion, wie sich der Hasper Bezirksvorsteher im Nachhinein "auf dieses schmale Brett versteigen konnte."
