95% für Gerbersmann: Glasklares CDU-Votum
Westfälische Rundschau:
Hagen. (bau) 95 % - mit diesem Ergebnis schickte gestern Abend wie erwartet die CDU Christoph Gerbersmann (Foto, Mitte) in das Rennen um den Posten als Oberbürgermeister. Amtsinhaber Wilfried Horn (Foto, links) zieht sich nach 35 Jahren in der Kommunalpolitik aus dem Rat zurück. Ein strahlender Gerbersmann nahm die Glückwünsche Horns und des Kreisvorsitzenden Helmut Diegel (Foto, rechts) entgegen.
In einer halbstündigen Rede hatte er auf Projekte verwiesen, die Oberbürgermeister Horn und die - wie er sie nannte - "neue Mehrheit" in den vergangenen viereinhalb Jahren realisiert hätten.
"Das Projekt Volme-Galerie haben wir nicht erfunden und wir haben es auch nicht allein gewollt - doch wir haben das Zeitfenster genutzt, in dem es zu realisieren war", so Gerbersmann, der der SPD Zögerlichkeit vorwarf, "mit ihr gäb es sie heute nicht."
Als Kernaufgabe für die kommende Wahlperiode nannte er die Konsolidierung des Haushaltes. Dieses Ziel sei nicht erreicht, doch sei die Stadt mit CDU-Mehrheit auf dem Weg dahin. Die SPD, die mit Peter Demnitz als Spitzenkandidaten antritt, lud er ein, dazu einen Kompromiss zu finden, wenn der Wahlkampfrauch verzogen sei.Als kommende Meilensteine nannte Gerbersmann, der bei der am Wahltag 38 Jahre alt ist, die zügige Realisierung des Emil-Schumacher-Museums, die Verbindung von unterer und oberer Elbe, die Fertigstellung des Projektes auf dem Elbersdruckgelände aber auch die Mehrzweckhalle: "Wir hoffen, dass wir sie diesmal auf stabilere Füße stellen können. Hagen braucht wieder den Erstliga-Basketball."
Bei den anschließenden Wahlen für die Besetzung der Wahlkreise aber auch die Reserveliste gab es überraschend erstmals nach Jahren keine einzige Überraschung. Bei der einzigen Stichwahl für Hohenlimburg-West setzte sich Karin Kuschel-Eisermann gegen Werner Kahlki mit 59 zu 28 Stimmen durch. Kahlki hatte versichert, er denke nicht an einen Wechsel zur neuen Fraktion um Marscheider. Etwas "abgestraft" wurde Karin von Mallinkrodt, der wohl die Handstreichartige Übernahme des Vorsitzes der Frauenunion verübelt wurde. Aber auch sie bekam ihren Listenplatz 27 auf Anhieb mit knapper Mehrheit.
24.03.2004
