Kooperationskonzepte statt Standortdebatte betreiben
CDU zum Chemischen Untersuchungsamt Hagen:
Hagen. Nach dem Ergebnis einer Untersuchung, die NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn in Auftrag gegeben hat, gibt es zu viele Untersuchungsämter im Lande, die zudem an ihre personellen und technischen Grenzen stoßen. Daher wurde nach dieser Studie eine Konzentration der Ämter auf wenige Standorte empfohlen. Die Intention der Studie wird auch von der CDU-Fraktion im Hagener Rat begrüßt.
Stirnrunzeln löst jedoch die sofort beginnende Standortdebatte für die verbleibenden Untersuchungsämter aus. Nach Ansicht von Christoph Gerbersmann, CDU Fraktionsvorsitzender im Hagener Rat, eine überflüssige Diskussion im Vorfeld möglicher Konzentrationsbestrebungen. "Hier sollten keine Standortdebatten geführt werden, sondern vielmehr überlegt werden, wie die bestehenden Kooperationen und Synergien ausgebaut werden können"" sagt er. Zunächst müssten Kriterien erarbeitet werden, nach denen die einzelnen Standorte und ihre Qualitäten bewertet werden. Besonders angesichts des ausgezeichneten Rufes des Hagener Amtes und dessen guter technischer Ausstattung biete es sich an, wie bisher bereits begonnen, noch enger mit den Kontrollbehörden der Nachbarstädte im märkischen Sauerland und Siegerland zusammen zu arbeiten, um eine bessere Auslastung der vorhandenen hochspezialisierten Analysegeräte zu erzielen. Außerdem habe das Hagener Amt den Vorteil, nicht nur für die gesamte Region verkehrsgünstig erreichbar zu sein, sondern auch noch über genügende Fläche zur Erweiterung zu verfügen. Zahlreiche rationale und wirtschaftliche Gesichtspunkte sprächen deshalb sogar für eine Stärkung des Standortes Hagen. "Die Qualität und Leistungsfähigkeit des Amtes sind unbestritten", so Gerbersmann. Daher biete sich eine stärkere Konzentration der Kontrolluntersuchungen auf Hagen geradezu an, erwartet Gerbersmann eine faire Debatte zu Gunsten des Hagener Standortes.
