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CDUler in Strassburg
Die Auswirkungen der EU auf das Leben sind groß, die Kenntnis über die Europäischen Institutionen aber eher klein. Auch deshalb brachen am 8. Juli fünfzig CDUler aus Essen und Hagen Richtung Strassburg auf, um sich näher mit den Vorgängen auf europäischer Ebene zu befassen. Sachkundiger Begleiter bei dieser Exkursion war der Hagener Europaabgeordnete Prof. Dr. Horst Posdorf, dessen Hauptaugenmerk im Bereich der Entwicklungspolitik liegt. „Entwicklungspolitik ist ein gutes Stück Sicherheits- und Außenpolitik. Nur wenn ich den Menschen in der sog. „Dritten Welt“ Perspektiven für ihr konkretes Leben bieten kann, ist die Chance groß, dass Hoffnungslosigkeit nicht in Gewaltbereitschaft und Zynismus umschlägt“, so das Credo von Posdorf. So gilt sein Wirken gerade dem Demokratieaufbau in Kambodscha, ein Land, das ihn schon vor seiner Tätigkeit im Parlament gefesselt hat. Aber auch aktuelle Fragen der europäischen Einigung standen bei den verschiedenen Gesprächsrunden an. „Europa braucht einen Grundlagenvertrag, in dem auf die Grundrechte verwiesen und die Arbeitsweise der europäischen Institutionen festgelegt wird. In einem Europa mit 27 Nationen muss es diese „Grundlagen“ geben“, so Posdorf. Das In Irland die Volksabstimmung gegen den Vertrag ausfiel, hält Posdorf dabei eher für einen innenpolitischen Effekt. „Es ist keine Wählerschelte, aber bei Befragungen wussten viele Bürger wenig zur Sachlage zu sagen. Da ist dann lokal abgestimmt worden.“ Europa, da sind sich die fünfzig Teilnehmer nun sicher, wird sie künftig mehr interessieren. Der Europaabgeordnete Prof. Dr. Horst Posdorf mit seinen Gästen im Straßburger Europaparlament Prof. Dr. Horst Posdorf mit dem CDU-Spitzenkandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Essen Franz-Josef Britz, der an dem Besuch im Europaparlament teilnahm.
