Posdorf beobachtet Parlamentswahlen in Togo
Zu den Parlamentswahlen am 14. Oktober 2007 in Togo organisierte die Europäische Union eine umfangreiche Wahlbeobachtungsmission bestehend aus 99 Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments. Deutscher Vertreter der sechsköpfigen Parlamentsdelegation war der für das Ruhrgebiet zuständige Europaabgeordnete Prof. Dr. Horst Posdorf (CDU).
Posdorf als Repräsentant des Entwicklungsausschusses erklärte: "Die Parlamentswahlen sollen die Krise beenden, die Togo seit dem Tod des Diktators Eyadema 2005 beherrscht. Die Chancen für repräsentative Wahlen stehen diesmal gut, denn die außerordentlich hohe Wahlbeteiligung ist ein gutes Zeichen. Ich bin positiv beeindruckt, wie einschüchterungs- und gewaltfrei die Wahl verlaufen ist. Dies ist die alleinige Leistung des togolesischen Volkes. Es hat Kurs genommen in Richtung Demokratie, der ich in diesem Lande eine gute Zukunft voraussage." Während seines sechstägigen Aufenthaltes führte Posdorf Gespräche mit den Vorsitzenden der sechs im Parlament vertretenen Parteien. Außerdem sprach er mit dem Premierminister, mit Vertretern der Wahlkommission und den Botschaftern der ehemaligen Kolonialmächte Deutschland und Frankreich über den schwierigen Weg zur Demokratie nach 38 Jahren Diktatur und den politischen Unruhen, die das Machtvakuum durch das Ableben des Diktators Eyadema im Jahre 2005 hervorgerufen hatte.
Durch große ausländische Präsenz konnte eine fast lückenlose Beobachtung gewährleistet werden. So besuchten die EU-Wahlbeobachter 435 von 5930 Wahllokalen, was einer hervorragenden Überprüfungsquote von 7,3% entspricht. Posdorf überzeugte sich in der Hauptstadt Lomé von der ordnungsgemäßen Durchführung des Wahlganges. Dank des engagierten Einsatzes von Nichtregierungsorganisationen konnten am Wahltag nahezu 5000 Wahllokale besucht werden. Die Parlamentswahlen verzeichneten insgesamt eine rege Wahlbeteiligung. Annähernd drei Millionen Wähler hatten sich ins Wählerregister für die erste freie Wahl nach Jahrzehnten der Diktatur eingeschrieben.

Der Europaabgeordnete im Gespräch mit dem deutschen und französischen Botschafter

Togolesische Herzlichkeit wird dem Abgeordneten vor einem Wahllokal zuteil
