"68´er-Generation hat Werte zerstört, die junge Menschen heute suchen!"
Hagener Ratsherr leitet Ruhrgebiets-Delegation zum JU-Deutschlandtag
Mit einer 17köpfigen Delegation fuhr die Junge Union Ruhrgebiet am vergangenen Wochenende zum JU-Deutschlandtag nach Augsburg. Die dreitägige Bundesversammlung der Jungen Union Deutschlands stand unter dem Motto „Politik neu begründen“. Die Delegation leitete der Hagener Christian Kurrat (24).
Die ca. 1.000 Delegierten und Gäste der Jungen Union diskutierten mit der designierten Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber und dem Finanzexperten der Union, Friedrich Merz. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand der Ausgang der Bundestagswahl. „Es ist die dritte Bundestagswahl in Folge, bei der die CDU weniger als 40 % der Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte. Damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben“, so Christian Kurrat. Die Tatsache, dass die JU gegen den Willen der Parteispitze schon jetzt eine Analyse des Wahlergebnisses vornahm, sorgte für ein besonderes Interesse der Medien. „Nach einer Wahl über Ergebnis, Wahlkampf und Analyse zu diskutieren ist doch ganz normal, im Interesse der Partei und daher zielführend“, weist Christian Kurrat vereinzelte Kritik aus der CDU zurück. „Warum sind 700.000 Stammwähler zur Nichtwählergruppe gegangen? Warum der Einbruch bei Jung- und Erstwählern? Dies muss aufgearbeitet werden, wenn wir in Zukunft Mehrheiten für unsere Politik gewinnen wollen.“
Für die Zukunft sieht Kurrat vor allen Dingen zwei Handlungsfelder. „Junge Menschen streben nach Heimat. Wir brauchen daher eine neue Debatte über unsere Leitkultur, wie sie von Friedrich Merz angestoßen wurde.“ Zudem beschäftige junge Menschen das Thema Werteverfall. „Die 68er-Generation hat Werte wie Leistungsbereitschaft, Verzicht und Fleiß zerstört. Gerade junge Menschen wollen Werte wieder leben. Unsere Großeltern-Generation ist dabei für viele von uns ein Vorbild.“
