CDU: Unverständnis über Äußerungen
Findungskommission gab alle Möglichkeiten der Auswahl
Mit Unverständnis reagiert die CDU-Fraktion, vertreten durch den stellvertretenden Vorsitzenden und Mitglied der Findungskommission, Peter Asbeck, auf das Verhalten der kleineren Ratsfraktionen: „Es ist schon bedauerlich, wenn jetzt mit verbalen Beleidigungen und wüsten Beschimpfungen die Tatsachen einfach auf den Kopf gestellt werden.“
Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der FDP und der Bürger für Hagen hatten am Freitag in einer Pressekonferenz nicht nur die Art des Berufungsverfahrens kritisiert, sondern mit massiver und teilweise beleidigender Kritik an der Person des Kämmerer-Kandidaten Christoph Gerbersmann nach Ansicht der CDU-Fraktion das politische Klima in Hagen vergiftet.
„Wenn jetzt Mitglieder der Findungskommission öffentlich den Eindruck erwecken, sie hätten keine richtige Auswahl gehabt, dann entspricht das nicht den Tatsachen“, wie Asbeck resümiert: „Alle Mitglieder der Findungskommission hatten die Möglichkeit, einen ihrer Ansicht nach geeigneten Kandidaten aus dem Kreis der über 50 vorliegenden Bewerber vorzuschlagen. Das haben gerade die nicht getan, die sich nun lautstark über ein Schaulaufen von Pseudo-Kandidaten beschweren. Offensichtlich konnte auch sie kein anderer Bewerber überzeugen. Wenn die drei Fraktionen jetzt plötzlich mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, dann sollten sie ihre Vertreter für die Findungskommission künftig besser auswählen.“
Noch weiter entfernt von den Tatsachen sieht Asbeck die fachliche Kritik an Gerbersmann: „Da wird schlichtweg der Untergang des Hagener Theaters an die Wand gemalt, obwohl er seinen Einsatz für die Kultureinrichtungen unter Beweis gestellt hat, als er trotz aller Widerstände am Emil-Schumacher-Museum festgehalten hat. Wenn dann die Kritik gerade aus der Ecke zu hören ist, die beinahe für das Scheitern das Schumacher-Museums mitverantwortlich geworden wären, ist das schon ein starkes Stück.“
Traurig sei für Peter Asbeck, dass nun versucht werde, Christoph Gerbersmann persönlich zu schaden. „Es sind ausgerechnet die Fraktionen und Menschen, für die sich Gerbersmann in den vergangenen Jahren immer wieder persönlich eingesetzt hat. Ich kann das nur unter machtpolitischen Erwägungen verstehen.“
Änderungen am Termin der Kämmererwahl schließt Asbeck für seine Fraktion jedenfalls aus.
