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Landesregierung ernennt neue Regierungspräsidenten

Dr. Rüttgers: "Neue Regierungspräsidenten sind Wegbereiter der Verwaltungsreform"

Das Landeskabinett hat die Weichen für die Verwaltungsreform in Nordrhein-Westfalen gestellt: Als Regierungspräsidenten neu an der Spitze der Bezirksregierungen sind Marianne Thomann-Stahl in Detmold, Helmut Diegel in Arnsberg und Hans Peter Lindlar in Köln.

Jürgen Büssow bleibt in Düsseldorf und Dr. Jörg Twenhöven in Münster Regierungspräsident. Dies gab Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers nach der heutigen Kabinettsitzung in Düsseldorf bekannt.

Dr. Rüttgers: "Marianne Thomann-Stahl, Helmut Diegel und Hans Peter Lindlar verfügen über große politische Erfahrung. Alle drei kennen sich in ihrer Heimatregion aus. Sie haben über viele Jahre und in vielen unterschiedlichen politischen Ämtern auf Landes- und Kommunalebene ihre Kompetenz und ihr Wissen unter Beweis gestellt. Das war ausschlaggebend für ihre Berufung in das Amt des Regierungspräsidenten. Zusammen mit den Amtsinhabern Jürgen Büssow und Dr. Jörg Twenhöven werden sie Wegbereiter und Begleiter einer großen Verwaltungsreform in Nordrhein-Westfalen sein. Auch die größte Oppositionspartei behält in gewohnter Praxis einen Vertreter im Amt des Regierungspräsidenten."

Marianne Thomann-Stahl war für die FDP von Mai 1985 bis Mai 1995 und seit Juni 2000 als Abgeordnete im NRW-Landtag. Von 2000 bis 2005 war sie parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Fraktion. Die 51-jährige gebürtige Oberkochenerin absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Freiburg. Seit 1973 ist die Diplom-Volkswirtin Mitglied der FDP.

Hans Peter Lindlar gehört seit Mai 1990 für die CDU dem Landtag Nordrhein-Westfalen als Abgeordneter an. Bei der letzten Landtagswahl errang er ein Direktmandat in seinem Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I. Der 59-jährige gebürtige Hennefer absolvierte nach dem Abitur das Studium der Philologie, Germanistik und Geographie an der Universität Bonn. Bis zum Einzug in den Landtag war er als Gymnasiallehrer tätig. Der Vater von zwei Kindern ist in seiner Heimatstadt kommunalpolitisch in der CDU aktiv. Als Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU/CSU (KPV) der CDU NRW und als stellvertretender Bundesvorsitzender der KPV Deutschlands der CDU/CSU sowie als Mitglied des Präsidiums des Städte- und Gemeindebundes NRW sammelte er für seine neue Tätigkeit als Regierungspräsident wichtige Erfahrungen.

diegel-foto2Der Hagener CDU-Politiker Diegel (Foto) gehörte seit Mai 1985 20 Jahre lang als Abgeordneter dem NRW Landtag an. Der 49-jährige gebürtige Hagener absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhruniversität Bochum. Der Vater von vier Kindern ist seit 1973 Mitglied der CDU. Seit 1982 ist er Mitglied des Landesvorstandes der CDU NRW. Seit 1991 ist er Kreisvorsitzender der CDU Hagen. Von 1984 bis 1987 war er Mitglied des Rates der Stadt Hagen. Seit 1995 war er haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

"Auf die Regierungspräsidenten kommen große Herausforderungen zu. Eine umfassende Verwaltungsstrukturreform wird dazu führen, dass wir die staatlichen Aufgaben bis zur Mitte der nächsten Legislaturperiode in drei Regionalpräsidien zusammenfassen", erklärte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute in Düsseldorf. Der notwendigen Aufgabenkritik müssten sich besonders die Bezirksregierungen stellen. "Alle staatlichen Aufgaben kommen auf den Prüfstand. Kann eine Aufgabe künftig entfallen - entfällt sie. Kann sie Privaten übertragen werden - wird privatisiert. Kann sie kommunalisiert werden - geschieht auch das", kündigte Wolf an: "Die Behördenleiter haben das Ziel einer schlanken und transparenten Verwaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern ihre Serviceleistungen professionell und kostengünstig anbietet. Dies wollen wir zusammen mit den Beschäftigten in den Bezirksregierungen erreichen, die hervorragende Arbeit leisten."

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