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„Wirf das Handtuch, Heide!“

Bundesweite Aktion der Jungen Union Deutschlands

simonis1HAGEN. Eine Woche nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein versammelten sich vor dem Hauptpostamt der Stadt Hagen einige Mitglieder der Jungen Union. Bewaffnet mit Handtüchern, Paketen und dem kostenlosen Versandsiegel eines großen deutschen Logistikunternehmens, beteiligten sich die Jungpolitiker an der bundesweiten Aktion der Jungen Union: „Wirf das Handtuch, Heide!“ Empfängeradresse der Pakete ist die schleswig-holsteinische Staatskanzlei in Kiel, der Amtssitz der amtierenden Ministerpräsidentin Heide Simonis.

In Bezugnahme auf das Interview der SPD-Kandidatin in der Sendung Beckmann am vorausgegangenen Montag erklärt JU-Kreisvorsitzender Christian Kurrat: „Heide Simonis ignoriert nicht nur die klaren Zeichen, die ihr von den Wählern des Bundeslandes gegeben wurden, sondern macht sich in erster Linie Gedanken um ihre persönliche Zukunft. Es geht Frau Simonis nicht um das Wohl der Bevölkerung, sondern einzig und allein um ihren persönlichen Machterhalt.“ Verärgert zeigten sich die Teilnehmer der Aktion über die Ignoranz von Frau Simonis. „Die rote Heide muss endlich einsehen, dass eine tolerierte Minderheit nicht vom Volk gewollt ist,“ so Marcel Colley, 20jähriger Auszubildender. Simon Busch (26) selbständiger Unternehmer gibt sich in Bezug auf die Wahlen im Mai kämpferisch: „Wir werden alles daran setzen, dass es in Nordrhein-Westfalen nicht zu einer solchen Situation kommt, sondern Jürgen Rüttgers als unanfechtbarer Ministerpräsident schon am Wahlabend feststeht.“

simonis2Im Hinblick auf die Wahlniederlage, mit der die Wähler jahrelange Misswirtschaft einer rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsidentin Heide Simonis abgestraft haben, ist das Verharren auf dem Regierungsstuhl nichts anderes als eine Geringschätzung des Wählerwillens. Anstatt sich an ihren eigenen Worten zu messen (‚Ich würde es mir gerne ersparen […] vom Stuhl gekratzt und rausgetragen zu werden.', Heide Simonis im Stern-Interview, 8. Februar 2005), klebt Frau Simonis an ihrem Stuhl und verweigert dem Wahlsieger Peter Harry Carstensen und mit ihm der schleswig-holsteinischen CDU die Regierungsverantwortung im nördlichsten Bundesland.

Die Junge Union nimmt Heide Simonis trotz der Politshow ihrer Wahlkampfführung beim Wort und möchte ihren Aussagen vertrauen. Vor allem, dass Frau Simonis auch wirklich das tun wird, was sie am 21. Februar 2005 im Fernsehen verlautbarte: ‚Ich muss jetzt erstmal sehen, dass ich bis Ostern durchkomme. Und dann ein bisschen Urlaub machen. Und dann im Sommer Urlaub.' 180.000 Arbeitslose in Schleswig-Holstein hören solche Erklärungen sehr genau.

Bei soviel Urlaub stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die Wahlverliererin überhaupt noch Lust hat oder in der Verfassung ist, das anstrengende Amt eines Ministerpräsidenten weiter auszufüllen. Die Junge Union Hagen unterstützt mit dieser Aktion die Urlaubsplanung von Frau Simonis und hofft, dass sie es sich bald auf einem Liegestuhl ihrer Wahl bequem machen kann. Das ist gut für sie und noch besser für die Zukunft des Landes Schleswig-Holstein!

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