SPD-Kandidat verheddert sich im Müllsack
OB soll Wahlkampfhilfe unterlassen
Nicht wenig überrascht zeigt sich die CDU über die Aktivitäten des SPD-Landtagskandidaten und Rathaus-Pressesprechers Hubertus Kramer. Dieser ließ sich in der Berichterstattung als "Motor" der Aktion "Sauberes Hagen" feiern.
"Als ich das am Samstag in der Zeitung las, wusste ich zunächst nicht, ob das derselbe Mann ist, den ich bisher kannte. Eben jener Herr Kramer hatte nämlich im vergangenen Jahr, als er von Oberbürgermeister Wilfried Horn gebeten wurde, einen städtischen Reinigungstag zu organisieren, erklärt, er könne das nicht binnen drei Monaten bewerkstelligen", wie Gerbersmann berichtet. "Noch vor einem Jahr verhedderte er sich also in den Müllsäcken und sah die Aktion als undurchführbar an. Jetzt, da er seinen eigenen Wahlkampf betreibt, scheinen die einstmals unüberwindlichen Probleme überwindbar geworden zu sein."
Weniger schmunzeln können die Christdemokraten über die bestehende Verquickung seiner Pressesprechertätigkeit für die Stadt mit seinem Landtagswahlkampf. Für den CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Diegel ist die Neutralitätspflicht der Stadtverwaltung nicht gewahrt: "Kramer hatte nach seiner Nominierung zum SPD-Landtagskandidaten selbst die Notwendigkeit gesehen, das Amt des Pressesprechers ruhen zu lassen. Doch mit dem Einzug des SPD-Oberbürgermeisters im Rathaus spielt diese Verpflichtung offensichtlich keine Rolle mehr. Seither nutzt der Kandidat die Arbeit der Stadtverwaltung, um sich als Landtagskandidat zu profilieren. Ich erwarte deshalb, dass der Spuk eines städtisch finanzierten SPD-Landtagswahlkampfes nun schnellstens beendet wird."
