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Nein zur Auflösung des Hagener Polizeipräsidiums

Ein einhelliges Nein erfuhr die Absicht der rot-grünen Landesregierung, dass Polizeipräsidium in Hagen aufzulösen und nach Bochum zu verlegen, auf der Bürgerversammlung der CDU in Boelerheide. Das Votum der über 150 Besucher im überfüllten Saal war klar: Wir wollen kein Anhängsel von Bochum werden.

Zwar versprach sich der stellvertretende Hagener Polizeipräsident, Werner Kuhleber, von den Plänen der rot-grünen Landesregierung mehr Effizienz und mehr Polizisten auf den Straßen, wusste aber die Teilnehmer nicht davon zu überzeugen.

Die Vorsitzende des Hagener Polizeibeirates, Susanne Kampmann, erklärte, dass bei einer Umsetzung der Pläne die Arbeit der Hagener Polizisten gefährdet sein könnte. Dies gilt es zu verhindern, so Kampmann

Frank Richter, der stellvertretende Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei machte deutlich, dass durch die Verlegung der Führungsstäbe von Hagen nach Bochum in Hagen kein einziger Polizist mehr auf Streife gehen wird. Herr Kuhleber geht ja nicht selbst auf Streife. Man kann ja auch die Polizeiwagen mit 100 statt mit 50 km h durch die Strassen fahren lassen, um eine Verdoppelung der Präsenz der Polizei zu erreichen." Seine Forderung, die Polizeibeamten in Ruhe arbeiten zu lassen und nicht immer wieder mit neuen Reformen zu überziehen, fand die einhellige Zustimmung aller.

Die Summe von 76 Millionen Euro, die die Landesregierung für die Organisationsreform aufwenden will, ist an anderer Stelle besser aufgehoben. Mit diesem Geld können allein mehr als 5. 000 Polizeianwärter finanziert werden, rechnete der Hagener Landtagsabgeordnete und finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Helmut Diegel vor.

Dies sah der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Theo Kruse, genauso. Die Verbrecher rüsten technisch immer mehr auf, werden immer professioneller und für die Polizei ist selbst moderne Funktechnik ein Fremdwort. "Kann es denn richtig sein, dass auf manchen Polizeiwachen ausgelost werden muss, wer ein Handy mitnehmen darf und wer nicht? " fragte der Politiker.

"Wir werden unsere Polizisten nicht in Stich lassen. Bei einer CDU geführten Landesregierung wird der Reformspuk unverzüglich gestoppt", machten beide CDU-Landespolitiker deutlich.

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