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Christoph Gerbersmann bei Hohenlimburger Kalkwerken

Auf Steinbruchgelände Chancen für die Natur nutzen

Hohenlimburg. "Sicher tut es weh, wenn man sieht, wie ein alter Kalkbuchenwald verschwindet, aber Steinbrüche sind auch eine Chance für die Natur", so Christoph Gerbersmann bei seinem Besuch in den Hohenlimburger Kalkwerken. Im Gespräch mit den Geschäftsführern Dr. Christian und Dr. Matthias Lange zeigte sich der Hagener CDU Fraktionsvorsitzende sachkundig und umweltorientiert. So konnte er sich in Oege nicht nur über ein Familienunternehmen freuen, das seit fast 100 Jahren Arbeitsplätze bietet, sondern auch über die Entwicklung, die die Umwelt nach der Nutzung der Steinbrüche genommen hat. So siedelten sich in den stillgelegten Kalksteinbrüchen seltene Tier- und Pflanzenarten an.

Ein Uhupärchen, das hier brütet, gehört ebenso dazu wie Kammolch und Ringelnattern. Der Hagener CDU Fraktionsvorsitzende spricht sich für eine neue Chance für die Natur aus, sich selbst zu regenerieren, statt aus falsch verstandenem Ordnungssinn alles nach Plan zu bepflanzen. "Wenn diese Bereiche mit Erde überdeckt werden, haben seltene Arten keine Möglichkeit mehr, hier wieder heimisch zu werden", erläutert er. Vor Ort konnte er sich überzeugen, dass dies nicht nur graue Theorie ist. Die Bereiche, die sich von selbst begrünt haben, sind deutlich arten- und blumenreicher und optisch ansprechender als jene, die nach Plan bepflanzt wurden. Dr. Christian Lange kommentierte dies: "Wir müssen uns an die Auflagen des Landes halten. Die Art, wie die Flächen nach der Nutzung gestaltet werden, spielt für uns dabei eine untergeordnete Rolle." Und ergänzt, dass er persönlich die natürlich begrünten Bereiche als abwechslungsreicher empfindet. Dass dabei aus falsch verstandenem Ordnungssinn durch behördliche Auflagen auch Geld zu Lasten der Natur ausgegeben werden müsse, sieht auch Christoph Gerbersmann als überflüssig an. Die Kalkwerke, die im übernächsten Jahr ihr 100jähriges Bestehen als Familienbetrieb feiern, verfügen noch für die nächsten 25 Jahre über Material, das in der Region für den Straßen- und Hausbau genutzt wird. Aus diesem Grunde wird in Zukunft investiert. Vor drei Jahren startete ein neues Fertigbetonwerk seine Produktion, in diesem Jahr wurde ein Asphaltwerk übernommen, das zuvor gemeinsam mit einem überregionalen Konzern betrieben worden war. Noch in diesem Jahr wird ein modernes Bürogebäude fertig gestellt. Hier fand auch der neue Auszubildende als Verfahrenstechniker Steine und Erden seine Stelle. Insgesamt 50 Mitarbeiter in der Produktion und 10 weitere in der Verwaltung sorgen für Herstellung und Vertrieb von Baustoffen, die in der Region Verwendung finden. Aufgrund des hohen Gewichtes und anderer Eigenschaften ihrer Produkte spielt es für das Unternehmen eine große Rolle, dass die Abnehmer nicht weit entfernt sind. Einerseits würden sonst die Frachtkosten zu hoch, andererseits ist beispielsweise Fertigbeton nicht für lange Zeit transportfähig. Damit es auch bei der Gewinnung des Rohstoffes im Steinbruch ohne überflüssige Belastung von Umwelt und Anwohnern vor sich geht, werden die Sprengungen so präzise wie möglich ausgeführt. Statt mit Bleistift und Notizblock werden die notwendigen Sprengstoffmengen heute per PC und Software ermittelt. Eine eigens hierfür beauftragte Spezialfirma überwacht und dokumentiert die Sprengungen lückenlos.

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