I-World: Logistik rund ums Lernen / Firmenneugründung aus der Fernuni heraus
Hagen. "Schnelles Wissen, das überall verfügbar ist, wo neue Fakten gebraucht werden, ist in der Wirtschaft von großem Vorteil", Ulla Reichberg bringt damit das Grundkonzept des Unternehmens auf den Punkt, das sie gemeinsam mit Christian Gericke leitet. Zur Seite stehen den beiden Fachleuten für die Umsetzung schnellen Lernens 10 angestellte und zahlreiche freie Mitarbeiter aus allen Disziplinen der Wissenschaft, Grafiker, Computerspezialisten und Kommunikationsexperten.
"Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt, deshalb müssen wir auch mal quer denken", erläutert Christian Gericke die wissenschaftliche Vielfalt der Mannschaft. Die junge Firma, die sich im Industriegebiet Lennetal ansiedelte, ist aus der FernUni Hagen hervorgegangen und immer noch mit der Hagener Hochschule verbunden. Gemeinsame Projekte und das Finden von Lösungen, wenn es um die Vermittlung vielschichtiger Inhalte geht, sind das Kerngeschäft. Konkret: Wenn eine Firma ein neues Produkt auf den Markt bringt, müssen zunächst die Vertriebsleute begreifen, wo die Vorteile liegen und wie diese den potenziellen Kunden zu vermitteln sind. Je schneller und gründlicher, um so besser. Hierzu werden entsprechende Lernprogramme entwickelt, die sich entweder im klassischen Seminarstil oder auch per PC vermitteln lassen. Neudeutsch: eLearning genannt. "Erfolgreiches eLearning macht damit nicht alles anders und schafft nicht ab, was sich jahrzehntelang bewährt hat", kommentieren die Gründer das System des elektronisch unterstützten Lernens. "Es kombiniert und unterstützt ergebnisorientiert die vielfältigen Möglichkeiten neuer Methoden und Technologien." Kurzum: "Wir bringen Wissen auf den Punkt", so Ulla Reichberg. Die Lösungen werden individuell auf den bedarf des Auftraggebers zugeschnitten. Ob dies die Entwicklung der Abläufe im "virtuellen Rathaus" sind, Produktschulungen oder andere Gelegenheiten, bei denen Neues vermittelt werden soll. Unkompliziert, sicher und erfolgreich soll dies geschehen. Keine leichte Aufgabe, denn die neuen Möglichkeiten gehen weit über das Lernschema hinaus, das die meisten aus der Schule oder Ausbildung kennen. "Die Lernkultur in Deutschland ist noch entwicklungsfähig", sind die Manager von i-World sicher. Viele große Firmen zählen bereits zu ihren Auftraggebern. Die Programme, die sie nutzen, wurden genau auf den Bedarf und die vorhandenen Möglichkeiten zu geschnitten. Die räumliche Nähe zur Fernuni war es im übrigen auch, die zur Entscheidung für den Standort Hagen führte, erläuterten die Geschäftsführer dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Christoph Gerbersmann bei dessen Besuch. Und auch in einer Wachstumsbranche denken sie nicht daran, selbst unbegrenzt zu wachsen. Daher seien die gefundenen Räume in der Heydastrasse auch gerade das richtige Maß, um effektiv arbeiten zu können.
Foto: Ulla Reichberg und Christian Gericke erläutern Christoph Gerbersmann (rechts), welche Projekte ihre Firma i-World bereits in Deutschland auf die Beine gestellt hat. Das virtuelle Rathaus in Hagen gehört ebenso dazu wie die Schulung von Mitarbeitern aus der Douglas-Gruppe.
